Bienen sind Wild - das Leben ist frei

Immer mehr Menschen begeistern sich für Bienen und einige beginnen auch eigene Bienenvölker in ihren Gärten zu halten. Das ist ein gutes Zeichen, denn vor einigen Jahren erlebten Imker in ganz Europa dramatische Verluste ihrer Bienenvölker - der Grund war die Ankunft der Varroa-Milbe. Und auch der kleine Beutenkäfer und die Nosema Ceranae machen den Bienen schwer zu schaffen. Die Varroa-Milbe wurde in Europa bereits  Ende der 1950er nachgewiesen, in Deutschland Ende der 1960er Jahre. Und die Ankunft des kleinen Beutenkäfer wurde 2014 in Italiens vermeldet.

Die Varroa Milben ernähren sich von dem Körper der Bienen, schwächen ihr Immunsystem und machen sie anfälliger für Krankheiten. Einige Bienenvölker entwickeln verkrüppelte Flügel und werden desorientiert. Der kleine Beutenkäfer bewegt sich leise durch den Bienenstock und versucht unbemerkt zu bleiben, während er Eier in die Pollen- und Brutzellen legt. Die jungen Larven schlüpfen in den Zellen und beginnen, alle Proteinquellen der Bienen zu verschlingen, bevor sie dem Licht zu folgen und sich einen Ort ausserhalb des Bienenstocks suchen, um sich zu verpuppen. Das Ergebnis für die Bienen sind zurückbleibende schleimige Waben mit Käferlarven.

Die Bienen waren auf diese Invasion nicht vorbereitet und viele Völker überlebten nicht. Nicht nur für Imker sind dies immense Verluste. Die Utopie, ohne chemische Eingriffe des Imkers selbst - denn da sind ja auch noch die nicht unwesentlichen chemischen landwirtschaftlichen Einsatzmittel, scheint für Viele zu Ende zu sein.

 

Viel wird diskutiert über den Einsatz von den unterschiedlichsten Mitteln, um den Bienen das Überleben zu sichern. Und die Vorschläge werden immer mehr. Bienen müssen hier viel erdulden und manchmal auch leiden.

Doch wir sehen auch, daß die stärkeren Bienenvölker beginnen, vermehrt z.B. den kleinen Bettenkäufer selbst zu bekämpfen und ihn sogar aus dem Stock zu vertreiben. Sie umhüllen auch die Käfer mit Propolis und verbannen sie an die äußeren Ecken des Bienenstockes.

Brut, die mit der Varroa Milbe besetzt ist, wird von manchen Bienen sogar geöffnet und die Larven werden entfernt. Das kann man ganz schön auf diesem Kurzvideo sehen.

Es gibt also durchaus Möglichkeiten, zusammen mit den Bienen, Wege zu finden, ihnen das Überleben zu sichern.

 

Mit der großen Empathie, die den Bienen entgegengebracht wird, erleben wir, das die Anzahl der Bienenvölker wieder zunehmen kann und die Bienenvölker erstarken können. Bienen sind Wildtiere und unsere Aufgabe sollte es sein, die Bienen auf ihrem Weg, zu unterstützen.

 

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Sonja Nerge

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